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Die Geschichte vom Baumhaus

Es waren einmal 4 Kinder, die alle im selben Stadtteil wohnten nur in entgegengesetzten Häusern. Erik, Peter, Lydia und Susann gingen gemeinsam in eine Klasse. Es war ihr letzter Schultag, so kurz vor den Ferien. Auf dem Schulhof standen sie zusammen, und überlegten was sie in den Ferien alles anstellen könnten.

Erik und Peter wollten unbedingt am See baden gehen. Die Sonne stand hoch am Himmel und es war sehr heiß. Die Mädchen wollten lieber in die Stadt fahren. Bummeln gehen und Eis essen. Susann stellte fest, dass sie irgendwie so gar nichts gemeinsam auf ihren Plänen hatten. Als Peter plötzlich sagte „Ich habe ja einen Traum. Was ich schon immer machen wollte. Aber alleine werde ich das nicht schaffen.“

Die anderen drei horchten auf. „Was ist das genau?“ wollte Erik wissen. „Na ja ich würde gern hinten am Waldrand ein Baumhaus bauen.“ Plötzlich bemerkten die Kinder, dass sie diesen Gedanken alle schon einmal hatten. Ihn aber nie ausgesprochen hatten.

Lydia, die bis jetzt eher still war hatte sofort eine Idee. „Lasst uns das „Baumhaus-Team“ gründen. Und einen Plan machen, wie wir das Baumhaus bauen wollen.“

Gesagt getan. Schon am nächsten Tag trafen sie sich. Doch bevor sie begannen die Idee mit dem Baumhaus umzusetzen, versprachen sie sich untereinander: „Einer für alle, alle für einen. Team Baumhaus!“

Lydia, die längst einen Plan hatte, wie das Baumhaus aussehen könnte, nahm eine Zeichnung aus ihrer Tasche. Den anderen gefiel das so gut, dass sie einwilligten, genau dieses Baumhaus zu bauen.
Es war eher schlicht gehalten und kam einem Hochstand sehr nahe.

Um das Material brauchten sich die Kinder keine Sorgen zu machen. Denn Eriks Vater war Schreiner. Erik hatte mit seinem Vater schon gesprochen. Dieser versprach ihm, nach alten Holz zu schauen, welches die Kinder verwenden konnten.

Die Kinder besprachen noch kurz, wann sie sich am nächsten Tag treffen wollten und zogen danach jeder für sich von dannen. Erik hatte die Zeichnung von Lydia mit genommen und ging damit zu seinem Vater. „Schau Papa, so soll das Baumhaus aussehen. Haben wir dafür genug Holz?“ Der Vater sah sich die Zeichnung an. „Ich denke schon. Lass uns morgen früh alles zusammen suchen und dann fahr ich Euch das Material gleich dort hin wo ihr das Baumhaus bauen wollt.“

Als Eriks Vater dies sagt, fiel ihm auf, dass sie noch gar nicht besprochen hatten, wo genau das Baumhaus hin soll. Er versuchte die anderen zu erreichen. Doch es gelang ihm nicht. Viel später erst erreichte er Lydia. „Ich weiß schon welchen Baum wir nehmen können“ sprach sie. „Du kennst doch die große alte Eiche. Da im Geäst können wir das Baumhaus an bringen. Es ist nicht ganz so hoch. Wenn wir das Haus geschickt in die Mitte setzen hält das auch.“

Am nächsten Morgen waren Erik und sein Vater und auch Lydia pünktlich am vereinbarten Treffpunkt. Nur Peter und Susann ließen auf sich warten. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, erklärte Eriks Vater, wie die Kinder das Baumhaus bauen mussten, damit dieses auch sicher ist. „Wenn Ihr damit fertig seid schau ich mir das Ganze noch einmal an. Und wenn alles in Ordnung ist setzen wir das Haus zusammen in den Baum. Wo genau soll das Haus denn hin?“ Lydia zeigte auf die große alte Eiche, die direkt neben ihnen stand. Eriks Vater lud das ganze Holz, welches er am Abend noch zurecht gesägt hatte und alles was die Kinder zum bauen brauchten, unter der Eiche ab und fuhr wieder davon.

Lydia und Erik warteten immer noch auf Peter und Susann. Sie wollten die Zeit nicht einfach so verstreichen lassen und begannen das Holz zu sortieren. Als sie damit fertig waren, waren auch Peter und Susann endlich da. „Warum kommt Ihr so spät? Wollte Lydia wissen. Doch sie bekam keine Antwort. Lydia, die nicht streiten wollte verteilte die Aufgaben.

Die Kinder fingen an zu bauen. So wie es Eriks Vater ihnen erklärt hatte und kamen auch zügig voran.

Es war schon spät am Nachmittag. „Lasst uns Morgen weiter bauen. Wir haben heute sehr viel geschafft.“ Susann und Peter ließen sofort alles aus ihren Händen gleiten und verabschiedeten sich.

Lydia sah Erik an. „Was ist denn in die gefahren? Erst zu spät kommen, dann gleich wieder verschwinden? Wenn wir würden zusammen aufräumen, wären wir alle viel eher fertig.“ Erik sah Lydia an: „Ach ärgere Dich nicht. Lass uns gemeinsam aufräumen und morgen geht es weiter.“