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Theo und die Gartenzwerge

In einem Mehrfamilienhaus, mitten in einer Großstadt wohnt Theo mit seinen Eltern.
Das Wohngebiet ist sehr groß und beinhaltet viele Hochhäuser. In einem davon wohnt Theo im 8. Stockwerk. Um ein klein wenig Abstand von dem ganzen Trubel, den so ein Wohngebiet mit sich bringt, zu bekommen, haben Theos Eltern am Rande einen Garten gekauft. Dort können sie nicht nur vom Alltag abschalten, sondern finden auch genügend Ruhe um die Seele baumeln zu lassen.

Meistens fährt die Familie mit den Fahrrädern da hin. Das tun sie nun bereits seit vielen Jahren. Während sie im Winter nur nach dem Rechten schauen, sind sie den ganzen Sommer über fast jeden Nachmittag im Garten. Am Wochenende übernachten sie in dem Gartenhaus, welches sie sich gebaut haben.

Das Frühjahr hatte gerade begonnen, als die Familie eines Tages wieder in den Garten fuhren. Theo freute sich schon. Gern half er seinen Eltern beim Anlegen der Beete. Während die Mutter neue Blumen pflanzte, der Vater das reparierte, was den Winter über kaputt gegangen war sorgte Theo dafür, dass die Samen der Kräuter in die Beete kamen. Reihenweise pflanzte er vielerlei Kräuter unter denen auch Petersilie und Schnittlauch war.

Später brachte er auch noch Salat und Kohlrabi in die Erde. Als er damit fertig war ging er zu seinem Vater.“Kann ich dir noch etwas helfen?“ „Ja“ sprach der Vater. „Lass und noch ins Gewächshaus gehen. Und die Tomaten und Gurkenpflanzen einpflanzen. Und danach gießen wir alles und sind für heute fertig. Du warst wieder sehr fleißig Theo.“

Theo ging mit geschwellter Brust mit seinem Vater ins Gewächshaus und reichte ihm die Pflanzen. Als alles erledigt war, fiel Theo auf, dass um das Gewächshaus herum, am Zaun, noch Platz war. „Ob ich das gestalten kann?“ überlegte er.

Während die gesamte Familie gemütlich beisammen saß, hatte Theo plötzlich eine Idee. „Sagt mal“ sprach er seine Eltern an. „Da am Gewächshaus, am Zaun, ist doch noch Platz. Könnte ich den für mich haben? Ich möchte nichts pflanzen, nur ein wenig gestalten.“ Und was hast du dir vorgestellt?“ wollte die Mutter wissen.

„Ich weiß noch nicht genau.“ sprach Theo. „Aber mir wird schon etwas einfallen.“ Seine Eltern willigten ein. Der Sommer verging. Inzwischen waren auch die Kartoffeln gewachsen. Alles was sie im Frühjahr angepflanzt und ausgesät hatten wuchs prächtig. Auch die Blumen blühten, so das die Bienen jede Menge Nektar fanden.

Langsam neigte sich der Sommer dem Ende entgegen. Die Familie machte den Garten winterfest. Plötzlich fiel es Theos Vater auf. „Wolltest Du nicht am Gewächshaus etwas bauen?“ „Ja das mache ich nächstes Jahr. Ich muss dafür noch etwas vorbereiten.“ sprach Theo.

Der Herbst war eifrig dabei, die Natur mit bunten Farben zu gestalten. Ein Baum sah schöner aus als der andere. Theo nutze die letzten Sonnenstrahlen um große Steine zu sammeln, die er direkt in den Garten brachte.

Die dunkle Winterzeit nutzte Theo und begann aus einer Mischung von Wasser und Bastelzement kleine Gartenzwerge zu bauen. Als er den ersten fertig hatte, lief er damit zu seinen Eltern. „Schaut mal, was ich gebaut habe.“ Stolz hielt er den Gartenzwerg in der Hand. „Der ist aber schön. Was hast Du denn damit vor?“ wollte sein Vater wissen.

Theo erzählte, dass er bereits Steine gesammelt hatte, um einen kleinen Steingarten zu bauen in dem er dann die Gartenzwerge abstellen wollte. Er müsse nur noch 2 Zwerge bauen und alle an malen, wenn diese getrocknet sind.
Den Eltern gefiel diese Idee. „Wenn Du Hilfe brauchst, sag uns bitte Bescheid.“ sprach die Mutter. Theo sah seine Mutter an. „Ich denke ich komme zurecht.“